„Ammerzonen“ mit starkem Auftritt beim 40. Roseninselachter
Sonne, warme Temperaturen und nur leichter Südwind: Bessere Bedingungen hätte man sich für den diesjährigen Roseninselachter auf dem Starnberger See kaum wünschen können. Am 26. September gingen wir „Ammerzonen“, das Frauenteam der Ammersee-Ruderer, erneut bei der traditionsreichen Langstreckenregatta an den Start. Bei der inzwischen 40. Auflage des Roseninselachters warteten zwölf Kilometer auf uns – eine Strecke, auf der neben Ausdauer und Technik vor allem ein gemeinsamer Rhythmus, Konzentration und eine gute Renneinteilung gefragt sind.
Schon vor dem Start herrschte am See eine ausgesprochen gute Stimmung. Zahlreiche Mannschaften aus unterschiedlichen Vereinen waren angereist, überall wurden Boote vorbereitet und letzte Absprachen getroffen. Auch einige Vereinskameradinnen und Vereinskameraden der Ammersee-Ruderer waren extra nach Starnberg gekommen, um uns vom Ufer aus anzufeuern.
Wir starteten im Masters-Frauen-Doppelachter mit Steuerperson (MW 8x+, C-Gig) in der Altersklasse ME. Nach zwölf Kilometern überquerten wir nach 1:01:09,30 Stunden die Ziellinie und belegten damit Platz fünf von sieben Booten unserer Altersklasse.
Wie entscheidend auf einer Langstrecke nicht nur Kondition, sondern auch die richtige Linie und taktische Situationen sein können, zeigte sich diesmal besonders an der Wende. Im vergangenen Jahr hatten wir dort noch wertvollen Boden gutmachen können. Dieses Mal hatten wir weniger Glück: An der Wende mussten wir einem vorausfahrenden Boot ausweichen und verloren dadurch Tempo und Zeit. Gerade angesichts des engen Ergebnisses war das durchaus spürbar – auf das viertplatzierte Boot der Frankfurter Rudergesellschaft Germania fehlten uns am Ende lediglich rund 18 Sekunden.
Umso wichtiger war es, danach schnell wieder in unseren Rhythmus zu finden. Einen großen Anteil daran hatte unser Steuermann und gleichzeitig Trainer Michael Feigl. Über die gesamten zwölf Kilometer hielt er uns mit motivierenden Worten bei jedem einzelnen Zug im Rhythmus und half dabei, auch in anstrengenden Rennphasen Konzentration und Schlagqualität hochzuhalten.
Besonders erfreulich ist für uns der Vergleich mit dem vergangenen Jahr: Wir konnten unsere Zeit um rund zwei Minuten verbessern. Das zeigt, dass sich das gemeinsame Training und die zunehmende Abstimmung im Boot auszahlen. Unser Fazit nach dem Rennen fiel entsprechend positiv aus: „Wir sind stolz, dass wir wieder als Ammerzonen angetreten sind und dass wir uns kontinuierlich verbessern.“
Nach dem Zieleinlauf waren wir entsprechend zufrieden mit dem Geleisteten. Besonders schön war, diesen Moment mit den Vereinskameradinnen und Vereinskameraden zu teilen, die uns vor Ort unterstützt und angefeuert hatten. So bleibt vom 40. Roseninselachter nicht nur eine deutlich verbesserte Zeit, sondern auch ein starkes Gemeinschaftserlebnis.
Für uns ist damit klar: Die Richtung stimmt – und auch im kommenden Jahr wollen die Ammerzonen wieder angreifen.
